Dr. Maya Strasser macht Purzelbäume und Rundumschläge

Tatsache ist und bleibt jedoch: Je öfter das Wort "Purzelbaum" in aktuellen Blogposts erscheint, desto höher wird es bei Google gerankt.

Showdown Strasser vs Strickler: Die Ereignisse überschlagen sich

Kaum hat unileaks den Artikel veröffentlicht über die die Milchstrasse erschütternde Entfreundung Daniel Stricklers durch Maja Strasser, warten wir bereits mit der nächsten Enthüllung auf:

Frau Dr. Strasser findet wenig schmeichelhafte Worte für die Abschrift des Facebook-Threads: "Wie unglaublich peinlich und kindisch muss man sein? Gut (sic) dass ich diesen Menschen entkontaktet habe."

Ob diese Stellungnahme von persönlicher Kränkung geprägt ist, bleibt unklar. Vermutlich eher nicht. Denn schliesslich hat sie Daniel Strickler entfreundet und nicht umgekehrt. Ausserdem haben wir ja nichts anderes gemacht, als die wortwörtliche Abschrift der Facebook-Diskussion veröffentlicht. Ob und welche Stellen daraus "peinlich und kindisch" sind, kann der Leser dank dieses Artikels gerne selber entscheiden. Unileaks machts möglich. Spenden Sie hier!



Showdown zwischen Dr. Maja Strasser und Daniel Strickler: Das Protokoll


grün: Erläuterungen
rot: relevanter Diskurs
schwarz: restlicher Thread
Dritte, die an der Diskussion teilgenommen haben, sind mit den Initialen gekennzeichnet.

Unsere Hackerinformanten von der NSA haben sich in die Facebook-Datenbank gehackt und einen riesigen Skandal aufgedeckt: Dr. Maja Strasser hat nach einem Diskurs über das Prostitutionsverbot Daniel Stricker ENTFREUNDET. Dies, obwohl sie mit ihm vorher bereits Sushi gegessen und mit Ihm und seiner Partnerin einen Kaffee getrunken hat. Wie konnte es zu dieser das gesamte Internet erbebenden Eskalation kommen? Unileaks.com kennt die ganze Story!

Und damit sich nun die neutrale Öffentlichkeit eine eigene Meinung bilden kann, stellen wir von unileaks.com den ganzen Diskurs hiermit nochmals ins Netz. So kann sich der Leser selber eine Meinung bilden, ob Dr. Maja Strasser recht hat wenn sie impliziert, dass Daniel Stricker das Zentralgestirn in der Deppengalaxie sei. Einiges spricht dafür. Schliesslich ist sie selber ja nicht nur fachlich sondern auch "menschlich kompetent". Aber urteilen Sie selbst:

Begonnen hat alles mit diesem Artikel:

PROSTITUTION
Mann, oh Mann
Rasen, Rauchen, T-Shirts aus Bangladesch – bei uns ist fast alles verpönt. Nur der Kauf von Frauen nicht EIN KOMMENTAR VON BERND ULRICH
Der Vollständigkeit halber wird hier der gesamte Thread gepostet. Wichtig für den Clash sind jedoch nur die Teile in roter Schrift.
WL, JSO, MW und 7 anderen gefällt das.
(Hinweis: Alle Teilnehmer ausser BK und Dr. Maja Strasser waren männlich)


Daniel Stricker hat im Originalposting geschrieben: Bernd Ulrich sagt: "Der Mann bezahlt in Wirklichkeit nicht für den Sex, sondern für die Abwesenheit der Frau als Person, als Mensch, damit macht er aus der stärksten denkbaren Vereinigung die größte Entfremdung.

Da weiss man nicht, ob man dem Küchenpsychologen Bernd Ulrich raten soll, die Droge abzusetzen oder das Medikament einzunehmen.."

Hier der restliche Thread:

JW Ich finde das lustig 
8. November um 21:20 · Gefällt mir nicht mehr · 1

HE Die erste Satzhälfte finde ich eigentlich gar nicht falsch ...
8. November um 21:27 via Handy · Gefällt mir · 1

HS Dafür ist der Satz bis zum ersten Komma eindeutig falsch.
8. November um 22:04 · Gefällt mir

HE Harald, ich bin da nicht sooooooo sicher ...
8. November um 22:10 via Handy · Gefällt mir

HS ?! Das erste Komma steht hinter "Sex" 
8. November um 22:11 · Gefällt mir

HS Der Artikel ist im Übrigen ärgerlich. Er geht wie selbstverständlich davon aus, dass Prostitution ein moralisches Problem ist. Das ist sie aber nur, wenn der Handel nicht freiwillig zustande kommt. Wenn es sich um Zwangsprostitution handelt und die Frau nicht freiwillig arbeitet, dann zwingt sie jemand dazu, und das ist ein Straftatbestand. Wenn der Kunde sie zum Sex zwingt, dann ist das Vergewaltigung, egal, ob er sie vorher bezahlt hat. Es gibt schließlich inzwischen auch die Vergewaltigung in der Ehe, und auch da wurde in der Regel vorher gezahlt.
8. November um 22:15 · Gefällt mir nicht mehr · 5

BK Freier sagen zu ihrer Motivation, zu einer Prostituierten zu gehen: „Man kann mit ihr machen, was man will“ oder „Dafür zu zahlen hat das gewisse Etwas. Eigentlich ist das Macht.“ Wie viele Männer Frauen kaufen? Nach Schätzungen „kommen wir auf jeden zweiten bis dritten Mann, der gelegentlich oder regelmäßig Frauen kauft - Eine Exprostituierte schreibt u.a. ...„Der Staat passt auf mich als Frau nicht auf. Er kassiert Steuern dafür und verdient noch dran, aber er bietet keine Hilfsangebote für den Ausstieg.“- Harald, Vergewaltigung in der Ehe gibt es beiderseitig...andererseits hat man die Möglichkeit auf Scheidung, eine ordentliche Gerichtsverhandlung und man ist zumindest gut versichert...es ist äußerst naiv zu denken, dass eine Prostituierte mit "Staftatbestand" kommen kann in ihrem Gewerbe, da sie sonst sofort ihren Job verliert, sie haben gar keine Zeit für rechtliche Hilfsangebote, sowie auch Angst...sie ist damit beschäftigt: Zu ÜBERLEBEN...
9. November um 06:53 · Bearbeitet · Gefällt mir · 1

TL Die Volkserzieher machen damit ohnedies bald Schluss.http://www.n24.de/.../prostituierten-besuch-soll-straftat...

Debatte in Frankreich: Prostituierten-Besuch soll Straftat werden - N24.de
www.n24.de
Harter Kurs in der Bekämpfung der Prostitution: In Frankreich sollen Freier künf...Mehr anzeigen
9. November um 08:02 via Handy · Gefällt mir · 1 · Vorschau entfernen

Daniel Stricker Biggi Die Hure redet sich ebenfalls ein, dass sie die Mächtige ist, denn sie denkt: "Der muss zahlen wenn er mich haben will." Auf diese beidseitige Verleugnung der Tatsachen hat mal eine offenbar klügere Psychologin aufmerksam gemacht.

Ich würde mich vom Gedanken verabschieden, dass ein relevanter Anteil Huren nur aus Not anschafft. Die Mehrheit liebt einfach das Geld. Und zwar nicht nur hier sondern auch in Südostasien, wo extrem viele Frauen in den Discos mit iPhone 5 rumhängen weil sie an einem Abend so viel verdienen können wie ihr Vater in einem Monat.

Und dann unterschätze nicht den Anteil an Freiern, die sehr lieb/einsam/schüchtern sind und sich von den abgebrühten Weibern ausnehmen lassen.
9. November um 08:37 via Handy · Gefällt mir · 6

RB hab grade angeschaut, hier kommen unterschiedliche menschen zu wort: http://www.zdf.de/Z.../kanaluebersicht/aktuellste/1009864...?

log in - ZDFmediathek - ZDF Mediathek
www.zdf.de
"log in" ist deine Show für deine Meinung. Immer mittwochs können Zuschauer bei log in live mitdiskutieren!
9. November um 13:02 · Gefällt mir · Vorschau entfernen

HS Was die Freier zu ihrer Motivation sagen, tut doch wenig zur Sache. Nein, sie können mit einer Hure nicht machen, was sie wollen, sondern nur das, worauf sich beide einigen. Sonst bleibt es sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung. 
Ja, es ist Macht, wenn ich mit Geld etwas bekommen kann, was ich ohne das Geld nie bekäme. Es ist auch Macht, wenn ich mir Angestellte leisten kann. Ohne Geld würden die nie für mich arbeiten. Es ist auch Macht, wenn ich mir einen SUV kaufen kann. Wenn ich dann aber keinen Parkplatz finde, darf ich auch nicht einfach ein kleineres Auto platt fahren und mein Monster drauf stellen.
9. November um 13:13 · Gefällt mir nicht mehr · 1

HS Eine Hure wird übrigens nicht gekauft, sondern ihre Dienstleistung. Sie wird gemietet. Gekauft wird eher die Ehefrau.
9. November um 13:14 · Gefällt mir nicht mehr · 4

Daniel Stricker Der Nuhr fordert "Abschaffung der Prostitution"?

Ich bin für ein Alkoholverbot in den USA. Und für ein Essverbot und ein Atmenverbot. Und ein Verbotverbotverbot.

So wird die Welt besser. Versprochen! Vor allem wenn Prostitution statt abgeschafft nur illegalisiert werden kann. Dann haben die Huren erst richtig Spass. Versprochen!
9. November um 13:15 via Handy · Gefällt mir · 1

Daniel Stricker Ehefrauen werden auch nur geleast. Frauen sind unverkäuflich. Wer anderes glaubt, ist schon ein Opfer.
9. November um 13:16 via Handy · Gefällt mir · 1

HS Richtig, Daniel. Das Leasing gibt es aber erst, seit die Scheidung erlaubt ist. Ehefrauen dürfen erst seit 1957 oder 58 ein eigenes Konto haben.
9. November um 13:19 · Gefällt mir nicht mehr · 1

Daniel Stricker Ja, das waren noch Zeiten! ;-)
9. November um 13:20 via Handy · Gefällt mir · 2



HS Biggi, Missstände in der Prostitution sind nicht zu leugnen. Aber sie bestehen in vielen Branchen. Eine Kampagne gegen fremdbestimmte Arbeit und Ausbeutung im Allgemeinen, würde ich gern unterstützen. 

Die Missstände entstehen auch nicht durch Prostitution, sondern durch unseren Mangel an einer erotischen Kultur. Prostitution gilt als unmoralisch, weil wir durch und durch kontaminiert sind von unserer religiösen Kulturgeschichte der Sexualfeindschaft. Die Hure ist der Abschaum, die Jungfrau ist das Ideal. Über Jahrtausende galt Sex als eine schmutzige Notwendigkeit. Die Prostitutionsdebatte ist ein Echo dieser Einstellung. So wurde etwa Prostitution in der christlichen Tradition immer wieder mit der Kanalisation verglichen. Ohne gehe es zwar nicht, aber sie sollte auf ein Minimum beschränkt werden. Genau diese Argumentation erleben wir gerade wieder.
9. November um 13:24 · Gefällt mir nicht mehr · 2

BK ...naja...etwas Hure, etwas Jungfrau...? Die Mischung machts...doch von was werden Männer getrieben? Missstände nicht zu leugnen? Es geht hier um Frauen, um Menschenrechtsverletzungen...egal aus welchem geschichtlichen, religiösen Hintergrund sie hier erscheinen, es gibt keine Branchenvergleichbarkeit, denn eine Frau ist keine Ware. Einen Mangel an erotischer Kultur schafft man sich nur selbst, wenn ich das haben möchte, dann gibt es viele Möglichkeiten, gemeinsam in einer Partnerschaft sich die Wünsche zu erfüllen, egal wie weit man dabei geht. Schauen wir die Kunst an, von Leonardo da Vinci bis über Egon Schiele oder Picasso...überall Erotik. Hier geht es vorallem darum, dass angeblich moderne Männer, vor modernen Frauen einfach Angst haben, nicht bestehen zu können...die Frau kann gut ohne Mann, aber der Mann nicht ohne Frau...ein Dauerkonflikt...
10. November um 01:35 · Gefällt mir

Daniel Stricker 1. Das Stichwort heisst: Consenting Adults und schon ists vorbei mit Deinen "Menschenrechtsverletzungen"
2. Die Moeglichkeiten, von denen du redest, hat vielleicht/offenbar nicht jeder.
3. "Die Frau ist keine Ware", ist eine in Moral ersaufende Worthülse. Ein Callcenter-Mitarbeiter und eine Krankenschwester sind auch keine Ware. Na und?

3. Die "Erotik", von der Du redest, verschafft mir keinen Ständer und schon gar keinen Orgasmus. Das ist nicht Erotik sondern Kunst. (Und ich finde nicht mal Pornos von 1926 geil.) Es ist bestenfalls das, was uns kinderfickende Moraltheologen gerne als "Erotik" maximal zubilligen möchten. Schau das nächste Mal zu, wenn ein Kater eine Katze besteigt. Da ist nix mit Klimt und Schiele.

4. Dh wiederkäust die These des Artikels. Wenn der Mann zur Hure ginge weil er "Angst vor modernen Frauen" haben, wieso gingen sie dann im Mittelalter auch ins Puff? Diese These ist so blöd, dass sie mich nicht nur als Mann sondern auch intellektuell beleidigt. Der Artikel ist eine einzige Anbiederung an die Frau durch einen offenbar verklemmten Mann.

5. Dass der Mann vor der modernen Frau Angst habe etcppblabla, tönt aus Frauenmund jeweils wie ein Triumph. Die dem zugrundeliegende Mentalität ist so unsexy, dass viele Männer lieber single oder mit einer Latina oder einer Asiatin zusammen sind weil diese nicht wie Frauen tönen, die versuchen, sich so selbstherrlich wie "Familienoberhäupter" aus dem Jahr 1952 aufzuführen. Denn "wir Männer" haben keine Angst vor Frauen. "Wir Männer" sind nur angewidert von arroganten Menschen, die meinen, unser völlig normales sexuelles und soziales Verhalten pathologisieren zu müssen. Denn wie Woody Allen so schön sagt: "Sex geht nur die drei an, die ihn praktizieren" und "Sex ist nur schmutzig wenn es richtig gemacht wird.".
10. November um 04:15 via Handy · Bearbeitet · Gefällt mir · 5

SMA Wenn die Prostitution abgeschafft würde, ja, dann würden die Vergewaltigungen zunehmen.
10. November um 08:24 · Gefällt mir nicht mehr · 2

Daniel Stricker Im Iran und in Saudi Arabien ist Prostitution auch verboten. Drakonische Strafen drohen. Deswegen ist sie dort längst nicht "abgeschafft". Man darf sich aber fragen, wie es Prostituierten in diesen Ländern geht (verglichen zu hier).

http://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution...

Prostitution – Wikipedia
de.wikipedia.org
Prostitution (von lateinischprostituere „nach vorn/ zur Schau stellen, preisgebe...Mehr anzeigen
10. November um 09:21 via Handy · Bearbeitet · Gefällt mir · 3 · Vorschau entfernen

Maja Strasser Wer behauptet, alle Prostituierten, die nicht Zwangsprostituierte sind, schaffen freiwillig an, macht es sich zu einfach. Viele sind in zerrütteten Familien aufgewachsen, haben keine Ausbildung, psychische Probleme (meines Wissens gibt es keine Studie über den psychischen Zustand zu Beginn der Prostitution, aber im Verlauf hat ein hoher Prozentsatz psychische Probleme, s. Link) und kaum Möglichkeiten, anders Geld zu verdienen (insbesondere wenn sie alleinerziehende Mütter sind). http://www.mediadesk.uzh.ch/.../prostituierte-leiden...
10. November um 10:12 · Gefällt mir nicht mehr · 2

Daniel Stricker Das gilt vermutlich für die Mehrheit der Putzfrauen genauso.
10. November um 10:20 via Handy · Gefällt mir · 1

Maja Strasser Daniel, bleib doch bitte argumentativ beim Thema.
10. November um 10:23 · Gefällt mir

Daniel Stricker Für diese "Fälle" haben wir die diversen sozialen Einrichtungen. Aber offenbar geben sie der Prostitution den Vorzug. Dass Frauen fordern, diese Frauen zu bevormunden und vorzuschreiben, dass sie so kein Geld mehr verdienen dürfen ist nicht nur antifeministisch sondern auch nutzlos. Nein schädlich. Denn wo Prostitution verboten ist, ist sie ja eh nicht abgeschafft sondern eben nur illegal. Das löst kein einziges Problem sondern schafft neue. Vor allem für die Frauen.
10. November um 10:24 via Handy · Gefällt mir · 3

Maja Strasser Ich fordere nichts dergleichen, Daniel. Du legst mir da was in den Mund.
10. November um 10:25 · Gefällt mir nicht mehr · 1

Daniel Stricker Dann hast du aber die laufende Diskussion unterbrochen und eine neue Diskussion eröffnet.

Ich habe Dir gar nichts in den Mund gelegt und werde das auch niemals tun. (Das ist kein Versprechen sondern eine Resignation.)
10. November um 10:31 via Handy · Gefällt mir

Daniel Stricker Ups.. Du hast recht. Das Missverständnis liegt auch darin begründet, dass ich zur Zeit mit den meisten Anweßenden noch einen zweiten Thread zu einem vorgängigen Posting diskutiere, in welchem Alice Schwarzer ein Prostitutionsverbot fordert.

Drum wurde mein Einwurf von Dir zurecht als Unterstellung empfunden. Sorry!
10. November um 10:33 via Handy · Gefällt mir · 1

Maja Strasser Ich habe die Diskussion oben nur insofern gelesen, als mir Deine und Haralds Argumenation aufgefallen ist, von wegen consenting adults und Zwangsprostitution versus freiwillige Prostitution. Und genau da kommt mein Einwand, dass es eben nicht so binär ist, entweder Zwang oder Freiwilligkeit. Und eben, für komplexe Probleme fordere ich keine einfachen Lösungen (bin ja nicht bei der SVP!), deswegen befürworte ich ein Prostitutionsverbot nicht (oder zumindest nicht als einzige Massnahme.)
10. November um 10:35 · Bearbeitet · Gefällt mir

Daniel Stricker "Nicht als einzige Massnahme?" Was müsste dann damit einhergehen? Zwangskastrationen? 
10. November um 10:36 via Handy · Gefällt mir · 1

Daniel Stricker Und, sorry, ich finde es nicht off-topic wenn ich sage, dass kaum ein Arbeitnehmer freiwillig arbeitet. Es machen es alle hauptsächlich wegen dem Geld. Und auch in nicht-sexuellen Arbeitsbereichen gibt es Burnouts, Überforderung, Selbstausbeutung, Mobbing, etc. Okay, Prostitution mag da überdurchschnittlich oft solche Folgen haben. Aber sie verdienen auch besser. Ich weiss von einer sehr durchschnittlich aussehenden Rumänin, dass sie im Monat 15-20k verdient. Schwarz wohlgemerkt. Gut, sie macht es aus einem Zwang heraus. Ihre Familie ist arm. Aber das hindert sie nicht daran, ausschliesslich Markenklamotten zu tragen und privat im Ausgang pro Abend 300 bis 500 Franken auszugeben.

Das mag jetzt Kompensation sein. Aber erstens ist das ihr Problem und zweitens hat sie anders als die alleinerziehende Putzfrau überhaupt die Möglichkeit zu kompensieren.

Dazu wäre interessant zu wissen, ob die Frauen erst on the job depressiv werden oder ob Frauen schon mit dieser Veranlagung den Beruf ergriffen haben. Ich habe jedenfalls gelernt, gerade im Bereich Sex und Ernährung einzelnen Studien gehörig zu misstrauen. Denn in zwei Monaten sagt eine andere Studie jeweils das genaue Gegenteil.
10. November um 10:45 via Handy · Gefällt mir · 2

TS Frauen, die gar nichts können, verdienen durch Prostitution eine ganze Menge. Das lockt schon an, das darf man bei der ganzen Diskussion nicht vergessen. Das lockt auch die Zuhälter an.
Und viele Jobs brennen aus und strapazieren die Leute. Das ist hier natürlich ganz extrem gegeben, daher der hohe Anteil an Alkohol- und Drogensucht.
Und "Studien", vor allem zur Untermauerung politischer Entscheidungen in den Mainstreammedien veröffentlicht, gehören für mich ins Reich der Sagen und Lügen.
10. November um 10:52 via Handy · Gefällt mir nicht mehr · 1

HS Es würde sich lohnen, bei dem Thema (ach was, bei allen Themen) etwas analytischer vorzugehen. Zu Deinem Link, Maja: Da steht: 

"Vor allem Prostituierte aus aussereuropäischen Ländern, die in Studios oder Bars anschaffen und im Milieu Gewalt ausgesetzt sind, leiden fast ausnahmslos an psychischen Störungen."

Ich zähle hier vier Variablen: 1. Prostituierte, 2. nicht europäischer Herkunft, 3. arbeiten in Studios oder Bars, 4. Opfer von Gewalt. 
Was vermuten wir als erste und vornehmliche Ursache für die psychischen Störungen? Welche Variable würden wir als erste mal isolieren, um sie als Ursache auszuschließen?
10. November um 11:28 · Gefällt mir nicht mehr · 2

HS Biggi: 
"Einen Mangel an erotischer Kultur schafft man sich nur selbst, wenn ich das haben möchte, dann gibt es viele Möglichkeiten, gemeinsam in einer Partnerschaft sich die Wünsche zu erfüllen, egal wie weit man dabei geht. Schauen wir die Kunst an, von Leonardo da Vinci bis über Egon Schiele oder Picasso...überall Erotik."

Da habe ich mich wahrscheinlich sehr unklar ausgedrückt. Eine Kultur schafft man sich per definitionem nicht selbst. Sie ist das Wasser, in dem der Fisch Individuum schwimmt. Das Individuelle ist von der Kultur massiv beeinflusst. 
Die Tatsache, dass Pornographie ein Thema für den Jugendschutz ist (weil wir glauben, Kinder vor der Darstellung von Sex schützen zu müssen), dass sie überhaupt eine eigene Kategorie ist, dass Pornoschauspieler eine eigene Art von Schauspieler sind (die in den seltensten Fällen in andere Genres wechseln können), dass eine wirklich großartige Sendung wie Make Love erst nach 22 Uhr laufen darf (dass sogar alle Themen, die Geschlechtsteile zeigen, auf der Internetseite erst nach 22 Uhr zugänglich sind), dass wir Verordnungen über die Winkel dargestellter Erektionen haben, und: dass sexuelle Dienstleistungen in unserer Dienstleistungswirtschaft immer noch nicht selbstverständlich sind, all das sind Belege für meine These, dass wir keine erotische Kultur haben.
11. November um 19:24 · Bearbeitet · Gefällt mir nicht mehr · 4

HS Außerdem: Sex ist auch ganz ohne Prostitution ein Markt. Die Währung sind dabei allerlei Anzeichen für genetische Fitness, Reichtum (bei Männern) und Jugend (bei Frauen). Dabei wird überall getäuscht und getrickst. Liftings, falsche Brüste, aufgespritzte Lippen, der vom reichen Freund geliehene Porsche, die falsche Altersangabe auf Dating-Sites. (Das sind übrigens wirklich moralisch relevante Phänomene.) Wenn wir Geld als Währung nicht akzeptieren, dann akzeptieren wir ungerührt, dass Menschen wegen ihrer mangelnden (subjektiven oder objektiven) Attraktivität, wegen einer Behinderung oder aus anderen vielfältigen Gründen keinen Sex haben können.
10. November um 12:32 · Gefällt mir nicht mehr · 1

SL Wir haben sogar eine negative Belegung der Erotik, die sich nicht nur auf sexy Kleidung, Küsse und Worte beschränkt, wesentlich negativer noch als Gewalt einschließlich Mord. Es gibt im Fernsehen z. B. vor 22 h Kämpfe (Boxen, K1, Catchen usw.), Krimis, Western und Action-Filme, in denen reihenweise Menschen getötet werden, der Geschlechtsverkehr ist jedoch ein großes Tabou.
10. November um 12:45 · Gefällt mir nicht mehr · 3

HS Genau, das alles ist hochgradig krank. "Make Love" macht es besonders deutlich. Die Sendung setzt sich sehr wohltuend ab von anderen Sex-Dokus im Fernsehen, die sich immer nur um skandalträchtige Randthemen wie eben Prostitution, SadoMaso oder Swinger-Clubs drehen. Das Thema von "Make Love" ist aber der normale, alltägliche Sex und die Ahnungslosigkeit der breiten Bevölkerung. Die Sendung ist insofern ein sehr guter Anfang für eine echte erotische Kultur. Natürlich ist das vor allem für Jugendliche interessant. Die müssen aber vor allen Informationen in Bezug auf guten Sex geschützt werden. Was natürlich eine Farce ist: Pornoseiten sind rund um die Uhr offen zugänglich. Und in den meisten Pornos kommt kein normaler Sex vor.
10. November um 13:00 · Gefällt mir nicht mehr · 3

Maja Strasser Ach, Dani. Seufz. Die sozioökonomische Benachteiligung der Frauen aufheben (Frauen verdienen in der CH rund 20% weniger als Männer, und wählen viel häufiger Tieflohn-Berufe mit schlechten Aufstiegschancen, und selbst in Berufen, wo Frauen überwiegen (z. B. Pflege) bewerben sich um Kaderpositionen viel mehr Männer), hier und in anderen Ländern. Benachteiligung von Volksgruppen, z. B. Roma, beheben (viele Frauen auf dem Strassenstrich in Mitteleuropa sind Roma). Kinder, welche zuhause misshandelt werden, früher erkennen und besser schützen. Männer informieren, dass sie als Freier die sozioökonomische Notlage von Frauen ausnützen. Usw.
10. November um 13:25 · Gefällt mir · 1

Daniel Stricker Hä? Sorry, Maja Strasser, aber ich glaube Du argumentierst nicht stringent. Diese von Dir aufgeführten Schritte sollen das Verbot der Prostitution begleiten?? Müsste man diese Themen nicht vielmehr sowieso angehen - unabhängig vom Thema Prostitution? Und vor allem: wenn diese von Dir verlangten Punkte erfüllt wären, mit welchem Argument möchtest Du dann die Prostitution noch illegalisieren?
11. November um 06:07 via Handy · Bearbeitet · Gefällt mir · 1

Maja Strasser Ich habe gesagt, dass ich nicht für ein Verbot bin, oder nur ev., als eine von vielen Massnahmen. Und ja, natürlich muss man diese Themen auch unabhängig von der Prostitution angehen. Das ist so bei sozialen Problemen, dass sie multifaktoriell angegangen werden müssen und dass damit viele negative Folgen beeinflusst werden. Erstaunt mich, dass Dir das noch nie aufgefallen ist. Wählst Du SVP?
11. November um 07:56 · Bearbeitet · Gefällt mir

Daniel Stricker Ad hominem? Echt jetzt? Da hab ich Dich wohl im Kern getroffen. Ich habe immer noch nicht verstanden mit welchem Argument Du ein Prostitutionsverbot "eventuell" begründen würdest. Denn wenn Deine obgenannten Punkte, die das Verbot begleiten müssten, umgesetzt wären, gäbs ja keine unfreiwillige Prostitution mehr, folglich fiele Dein Bisher einziges Argument für ein Verbot dahin. Oder hab ich was nicht verstanden?

Ausserdem: Es ist ein fundamentaler Eingriff in die Freiheitsrechte (von Männern UND Frauen), grenzt aus und macht die Situation nur noch unkontrollierbarer. Denn es hat noch nie funktioniert (siehe Iran, Saudi Arabien, etc.)

Ich bin darum so hartnäckig weil ich wirklich verstehen will, wie man (überhaupt unter irgendwelchen Umständen) die Prostitution mit tragfähigen Argumenten jenseits von Ideologie verbieten will. Bis jetzt hast du das noch nicht ansatzweise erklärt sondern bloss für eine sozialere und gerechtere Schweiz plädiert.
11. November um 09:04 via Handy · Bearbeitet · Gefällt mir · 1

SV Unter Ideologie zählst Du natürlich auch die religiösen. Bin mit Deiner Argumentation voll einverstanden 
11. November um 11:11 · Gefällt mir nicht mehr · 1

Maja Strasser Nein, nicht ad hominem, ABER: ich erkläre weiter oben die URSACHEN, wieso Prostitution eben meist NICHT FREIWILLIG ist, nämlich wieso solche Frauen in einer Notlage sind, und erkläre dann, wie man die URSACHEN BEHEBT (anstatt reine Symptombekämpfung zu betreiben, wie es ein Prostitutionsverbot wäre, welches ausserdem, wie Du richtig feststellt, die Lage der Frauen eher verschlechtern würde) und Du wirfst mir "nicht-stringente Argumentation" vor. 
Ich glaube, Du hast einfach zu viele Diskussionen gleichzeitig laufen, Dani. Lies doch bitte nochmals alle meine Kommentare zu diesem Thema am Stück durch, dann macht alles Sinn. So hat eine Diskussion echt keinen Sinn, ich mag nicht länger meine Zeit verschwenden.
11. November um 13:37 · Bearbeitet · Gefällt mir

Daniel Stricker Hab ich gemacht. Du sagst, dass Du "ev." für ein Verbot bist, erläuterst aber nirgends, welche Voraussetzungen gegeben sein müssten damit Du ein "eventuelles" Verbot tatsächlich unterstützen würdest. Mein Verdacht: Du willst lieber meine Zeit verschwenden statt zurückzurudern. Denn es gibt schlicht kein einziges rationales Argument, die Prostitution zu verbieten - ganz gleich welche Massnahmen dieses Verbot begleiten würden. Sorry, Maja, ich anerkenne, dass Du gebildeter - und mindestens so intelligent  - bist wie ich aber hier hab ich recht, respektive hast du nichts gesagt, was mich im Ansatz widerlegt. Aber lassen wirs gut sein. Ich will ja nicht Deine Zeit verschwenden. Und meine ehrlich gesagt auch nicht. 
11. November um 15:56 via Handy · Gefällt mir

Maja Strasser Nein, zuerst alle anderen Probleme lösen, Prostitutionsverbot hat bei mir keine Priorität. Ich habe Dich sehr wohl im Ansatz widerlegt, nämlich dass Prostitution auch bei Frauen, welche nicht Zwangsprostituierte sind, nicht freiwillig ist, sondern aus sozioökonomischer Not. Ich verabschiede mich aus dieser Diskussion, die mir inhaltlich und betr. Tonfall nicht passt. Hoffentlich ein anderes Mal wieder unter besseren Voraussetzungen, Daniel.
11. November um 16:43 · Gefällt mir

Daniel Stricker Ich denke: vor allem bei einem anderen Thema.

Und weil ich gerne das letzte Wort habe: du hast mich meiner Ansicht nach überhaupt nicht wiederlegt und auf meine Frage, die ich dreimal (!) gestellt habe, bist du nicht eingegangen.

Auf ein baldiges, hoffentlich. 
11. November um 17:24 via Handy · Gefällt mir

TL also ehrlich maja, andere frauen gehen bei sozioökonomischer Not putzen etc. ,wenn sich eine frau-insofern es sich nicht um zwangsprostitution handelt- für prostitution entscheidet, ist es in so fern freiwillig, da andere arbeitsfelder auch noch möglich wären....nur da verdienen sie weit weniger und das wollen sie nicht...also ist es eine freie entscheidung
11. November um 17:41 · Gefällt mir nicht mehr · 1

TL aber wahrscheinlich gelten unsere meinungen in diesem fall ja schon deshalb nicht, da wir ja männer und somit ja die sind, welche die frauen als mittel zum zweck missbrauchen wollen...
11. November um 17:45 · Gefällt mir

Daniel Stricker Das mit der Freiwilligkeit seh ich genauso. Auch keine Putzfrau putzt freiwillig. In der Schweiz muss niemand hungern und frieren oder an heilbaren Krankheiten sterben und hat Anspruch auf ein menschenwürdiges Leben (notfalls Sozialhilfe). Auch wenn er nicht pitzt oder berufsvögelt. DAS ist meiner Meinung nach der beste Schutz gegen die Ausbeutung am Arbeitsplatz. Egal was für ein Arbeitsplatz das ist.
11. November um 17:47 via Handy · Bearbeitet · Gefällt mir · 1
TL in D auch nicht
11. November um 17:46 · Gefällt mir

TL im übrigen bin ich selbst alleinerziehend, wenn maja recht hätte müsste ich jetzt wohl auch callboy werden...
11. November um 17:47 · Gefällt mir





Daniel Stricker Maja ist aus dem Spiel, drum finde ich, dass wir nicht über Abwesende reden sollten. Aber vielleicht können sich die verbliebenen Debattierer darauf einigen, dass Die Zeit wenigstens ein schönes Symbolbild gewählt hat. 
11. November um 17:51 via Handy · Gefällt mir · 1

Daniel Stricker hat sich an dieser Stelle verabschiedet um einen verdammt guten Film zu gucken. Als er danach wieder online ging, hatte er folgende Nachricht von Maja Strasser in der Inbox:
Maja Strasser
11.11.2013 19:51
Maja Strasser

Hoi, Dani. Ich mag mir diesen Mist nicht mehr antun. Die Diskussion über Prostitution fand ich inhaltlich und im Umgangston daneben, und dass Deine Kollegen mich jetzt auch noch blöd anmachen, brauche ich gar nicht. Schade, ich mochte Dich bis anhin gut, aber ich habe mich offenbar getäuscht. Tschüss. M

Darauf hat Daniel Stricker sofort geantwortet (per iPhone):
Daniel Stricker
11.11.2013 20:33
Daniel Stricker

meine "kollegen" kenne ich bloss aus facebook. ich habe mich aus der diskussion ja auch ausgeklinkt. (ich hab sie bis jetzt gar noch nicht mal gelesen.) und wenn du den thread durchliest, wirst du feststellen, dass ich dich kein einziges mal persoenlich attackiert habe sondern lediglich hartnaeckig in der sache (sprich dem "ev.") diskutiert habe. du hingegen hast mir svp-naehe unterstellt obwohl du seit hansruedi rutz wissen kannst, dass das fuer mich beleidigend ist - und das sollte es wohl auch sein. darueber hinaus hast du mir unterstellt, ich Dummbatz wuesste nicht, dass manche probleme multifaktoriell sein koennen und das dann noch mit einem in meinen ohren recht von oben herab klingenden "Seufz" begleitet.
ich wuerde mich aufrichtig entschuldigen wenn ich wuesste, wofuer. fuer eine handvoll FB friends, von denen ich mit keinem je gechattet habe geschweige denn persoenlich kenne? fuer meinen "tonfall"? sorry, ich verstehe das echt nicht. lies doch die comments nochmals durch und frag dich, ob du selber nicht zumindest deinen teil beigetragen hast. 
und wenn du dich dazu nicht durchringen kannst und eine wie ich finde sehr nette bekanntschaft einfach so wegwirfst, habe ich mich offenbar auch in dir getaeuscht.


Danach hat sich Daniel Stricker daran gemacht, den Rest des Threads zu lesen, der Dr. Maja Strasser offenbar veranlasst hat, ihre persönliche Nachricht zu schicken.

Hier ist der Rest des Threads:



TL ich ging davon aus dass sie auch wenn sie nicht mehr kommentiert, sie die kommentare ansieht...ich mache das zumindest meist so
11. November um 17:59 · Gefällt mir


SL lol, Entschuldigung, wenn ich mich einmische, aber ich und wahrscheinlich 70 % der Menschen in Mitteleuropa müssen aus sozioökonomischer Not arbeiten. Und bei der Pathogenität der Arbeitsbedingungen liegt die Prostitution m. E. im Mittelfeld. Viele Lehrer, Pflegepersonal im Op. und in Pflegeheimen, Anästhesisten, Angestellte bei Fast-Food-Ketten und selbst bei der Caritas sind da mehr stressbelastet und von burnout bzw. reaktiven Depressionen bedroht. Übrigens würde ich die Behauptung aufstellen, dass viele Prostituierte eine psychotherapeutische Funktion haben und in dieser Funktion sehr nützlich für die Volksgesundheit sind. Viele Kunden haben Komplexe, Frustrationen, Bindungsängste, Mangel an Anerkennung, Zärtlichkeit, keinen akzeptablen Partner, psychische oder körperliche Mängel und werden durch eine verständnisvolle, liebe Frau wieder aufgerichtet. Die Behauptung "Der Mann bezahlt in Wirklichkeit nicht für den Sex, sondern für die Abwesenheit der Frau als Person," ist verkehrt, das Gegenteil ist der Fall. Der Mann kauft sich Sex mit einer 100 % igen Frau, mit der er keine Konflikte hat, die ihn akzeptiert, aufbaut, in einer unkomplizierten Beziehung körperlich und psychisch entspannt. Die ihn nicht mit Migräne, Demütigungen und übertriebenen Ansprüchen beherrscht und manipuliert. Die nicht mit erhobenem Zeigefinger in der Tradition der Mütter ein schlechtes Gewissen kreiert und sexuelle Lust ausdörrt.
11. November um 18:00 · Gefällt mir · 3

Maja Strasser Bevor ihr Euch noch weiter blamiert: Überlegt Euch doch mal, was für fabelhafte Chancen auf dem Arbeitsmarkt z. B. eine analphabetische alleinerziehende Roma-Frau in einer Slum-artigen Siedlung in Ungarn hat. Oder eine heroinsüchtige Schweizerin, welche die Stifti abgebrochen hat und vorbestraft ist wegen Drogendelikten.
11. November um 18:58 · Gefällt mir

SL Wenn es einige total durchgerostete Autos ohne Bremsen auf unseren Straßen gibt, muß man dann das Autofahren verbieten?
11. November um 19:09 · Gefällt mir

Maja Strasser Wer ist denn hier für ein Verbot der Prostitution, verdammt nochmals? Hat's im Freundeskreis von Dani nur Dummköpfe?
11. November um 19:11 · Gefällt mir · 1

TL Maja Strasser eben diese verallgemeinerungen lassen deine kommentare in solch schlechtem licht erscheinen....daniel hat 675 fb-freunde...einer davon schreibt etwas und du fragst ob es in seinem freundeskreis nur dummköpfe gibt... du disqualifizierst dich selbst.
11. November um 19:47 · Gefällt mir · 1

HS Lesenswertes Interview: http://www.lto.de/.../prostitutionsgesetz-reform-gewerbe.../

Prostitution und Recht
www.lto.de
Im LTO-Interview spricht Dr. Gräfin von Galen über die Reform des Prostitutionsgesetzes und warum Alice Schwarzers Haltung letztlich frauenfeindlich ist.
11. November um 22:19 · Gefällt mir · Vorschau entfernen

Danach hat Daniel Stricker an Dr. Maja Strasser diese persönliche Nachricht geschickt:
Daniel Stricker
11.11.2013 21:04
Daniel Stricker

so, habs jetzt gelesen. gelesen, dass alle im thread "sich blamieren" und "dummkoepfe" seien. (was mich quasi zum Zentralgestirn in der Deppengalaxis macht) danach eine sachlich vorgetragene kritik dass Verallgemeinerungen den Sender in einem schlechten Licht stehen lassen und du fuehlst dich deswegen "bloed angemacht" und verabschiedest dich von MIR, der mit der Folgediskussion ueberhaupt nichts zu tun hat? sorry, aber austeilen kannst du zumindest heute besser als einstecken. vielleicht liest du das alles in ein paar Tagen nochmals durch. und wenn du andrer meinung bist, ist das okay. aber dann koenntest du dagegen argumentieren statt einfach beleidigt mich und alle anderen in die Tonne zu schmeissen.
(und, ja, der Autovergleich war mehr als ziemlich struub.)


Als Daniel Stricker etwas später auf Facebook ging, hat er festgestellt, dass Dr. Maja Strasser ihn entfreundet hat. Trotz Sushi. Und trotz seines verdammt charmanten Wesens.

Daniel Stricker hat das so getroffen, dass er sich gerne an eine Nervenärztin gewandt hätte. Doch er wollte Dr. Maja Strasser nicht mit menschlichen Sorgen belästigen.

Inwischen geht es Daniel Stricker aber wieder blendend. Er bloggt auch wieder. grün: Erläuterungen
rot: relevanter Diskurs
schwarz: restlicher Thread
Dritte, die an der Diskussion teilgenommen haben, sind mit den Initialen gekennzeichnet.

Unsere Hackerinformanten von der NSA haben sich in die Facebook-Datenbank gehackt und einen riesigen Skandal aufgedeckt: Dr. Maja Strasser hat nach einem Diskurs über das Prostitutionsverbot Daniel Stricker ENTFREUNDET. Dies, obwohl sie mit ihm vorher bereits Sushi gegessen und mit Ihm und seiner Partnerin einen Kaffee getrunken hat. Wie konnte es zu dieser das gesamte Internet erbebenden Eskalation kommen? Unileaks.com kennt die ganze Story!

Und damit sich nun die neutrale Öffentlichkeit eine eigene Meinung bilden kann, stellen wir von unileaks.com den ganzen Diskurs hiermit nochmals ins Netz. So kann sich der Leser selber eine Meinung bilden, ob Dr. Maja Strasser recht hat wenn sie impliziert, dass Daniel Stricker das Zentralgestirn in der Deppengalaxie sei. Einiges spricht dafür. Schliesslich ist sie selber ja nicht nur fachlich sondern auch "menschlich kompetent". Aber urteilen Sie selbst:

Begonnen hat alles mit diesem Artikel:

PROSTITUTION
Mann, oh Mann
Rasen, Rauchen, T-Shirts aus Bangladesch – bei uns ist fast alles verpönt. Nur der Kauf von Frauen nicht EIN KOMMENTAR VON BERND ULRICH
Der Vollständigkeit halber wird hier der gesamte Thread gepostet. Wichtig für den Clash sind jedoch nur die Teile in roter Schrift.
WL, JSO, MW und 7 anderen gefällt das.
(Hinweis: Alle Teilnehmer ausser BK und Dr. Maja Strasser waren männlich)


Daniel Stricker hat im Originalposting geschrieben: Bernd Ulrich sagt: "Der Mann bezahlt in Wirklichkeit nicht für den Sex, sondern für die Abwesenheit der Frau als Person, als Mensch, damit macht er aus der stärksten denkbaren Vereinigung die größte Entfremdung.

Da weiss man nicht, ob man dem Küchenpsychologen Bernd Ulrich raten soll, die Droge abzusetzen oder das Medikament einzunehmen.."

Hier der restliche Thread:

JW Ich finde das lustig 
8. November um 21:20 · Gefällt mir nicht mehr · 1

HE Die erste Satzhälfte finde ich eigentlich gar nicht falsch ...
8. November um 21:27 via Handy · Gefällt mir · 1

HS Dafür ist der Satz bis zum ersten Komma eindeutig falsch.
8. November um 22:04 · Gefällt mir

HE Harald, ich bin da nicht sooooooo sicher ...
8. November um 22:10 via Handy · Gefällt mir

HS ?! Das erste Komma steht hinter "Sex" 
8. November um 22:11 · Gefällt mir

HS Der Artikel ist im Übrigen ärgerlich. Er geht wie selbstverständlich davon aus, dass Prostitution ein moralisches Problem ist. Das ist sie aber nur, wenn der Handel nicht freiwillig zustande kommt. Wenn es sich um Zwangsprostitution handelt und die Frau nicht freiwillig arbeitet, dann zwingt sie jemand dazu, und das ist ein Straftatbestand. Wenn der Kunde sie zum Sex zwingt, dann ist das Vergewaltigung, egal, ob er sie vorher bezahlt hat. Es gibt schließlich inzwischen auch die Vergewaltigung in der Ehe, und auch da wurde in der Regel vorher gezahlt.
8. November um 22:15 · Gefällt mir nicht mehr · 5

BK Freier sagen zu ihrer Motivation, zu einer Prostituierten zu gehen: „Man kann mit ihr machen, was man will“ oder „Dafür zu zahlen hat das gewisse Etwas. Eigentlich ist das Macht.“ Wie viele Männer Frauen kaufen? Nach Schätzungen „kommen wir auf jeden zweiten bis dritten Mann, der gelegentlich oder regelmäßig Frauen kauft - Eine Exprostituierte schreibt u.a. ...„Der Staat passt auf mich als Frau nicht auf. Er kassiert Steuern dafür und verdient noch dran, aber er bietet keine Hilfsangebote für den Ausstieg.“- Harald, Vergewaltigung in der Ehe gibt es beiderseitig...andererseits hat man die Möglichkeit auf Scheidung, eine ordentliche Gerichtsverhandlung und man ist zumindest gut versichert...es ist äußerst naiv zu denken, dass eine Prostituierte mit "Staftatbestand" kommen kann in ihrem Gewerbe, da sie sonst sofort ihren Job verliert, sie haben gar keine Zeit für rechtliche Hilfsangebote, sowie auch Angst...sie ist damit beschäftigt: Zu ÜBERLEBEN...
9. November um 06:53 · Bearbeitet · Gefällt mir · 1

TL Die Volkserzieher machen damit ohnedies bald Schluss.http://www.n24.de/.../prostituierten-besuch-soll-straftat...

Debatte in Frankreich: Prostituierten-Besuch soll Straftat werden - N24.de
www.n24.de
Harter Kurs in der Bekämpfung der Prostitution: In Frankreich sollen Freier künf...Mehr anzeigen
9. November um 08:02 via Handy · Gefällt mir · 1 · Vorschau entfernen

Daniel Stricker Biggi Die Hure redet sich ebenfalls ein, dass sie die Mächtige ist, denn sie denkt: "Der muss zahlen wenn er mich haben will." Auf diese beidseitige Verleugnung der Tatsachen hat mal eine offenbar klügere Psychologin aufmerksam gemacht.

Ich würde mich vom Gedanken verabschieden, dass ein relevanter Anteil Huren nur aus Not anschafft. Die Mehrheit liebt einfach das Geld. Und zwar nicht nur hier sondern auch in Südostasien, wo extrem viele Frauen in den Discos mit iPhone 5 rumhängen weil sie an einem Abend so viel verdienen können wie ihr Vater in einem Monat.

Und dann unterschätze nicht den Anteil an Freiern, die sehr lieb/einsam/schüchtern sind und sich von den abgebrühten Weibern ausnehmen lassen.
9. November um 08:37 via Handy · Gefällt mir · 6

RB hab grade angeschaut, hier kommen unterschiedliche menschen zu wort: http://www.zdf.de/Z.../kanaluebersicht/aktuellste/1009864...?

log in - ZDFmediathek - ZDF Mediathek
www.zdf.de
"log in" ist deine Show für deine Meinung. Immer mittwochs können Zuschauer bei log in live mitdiskutieren!
9. November um 13:02 · Gefällt mir · Vorschau entfernen

HS Was die Freier zu ihrer Motivation sagen, tut doch wenig zur Sache. Nein, sie können mit einer Hure nicht machen, was sie wollen, sondern nur das, worauf sich beide einigen. Sonst bleibt es sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung. 
Ja, es ist Macht, wenn ich mit Geld etwas bekommen kann, was ich ohne das Geld nie bekäme. Es ist auch Macht, wenn ich mir Angestellte leisten kann. Ohne Geld würden die nie für mich arbeiten. Es ist auch Macht, wenn ich mir einen SUV kaufen kann. Wenn ich dann aber keinen Parkplatz finde, darf ich auch nicht einfach ein kleineres Auto platt fahren und mein Monster drauf stellen.
9. November um 13:13 · Gefällt mir nicht mehr · 1

HS Eine Hure wird übrigens nicht gekauft, sondern ihre Dienstleistung. Sie wird gemietet. Gekauft wird eher die Ehefrau.
9. November um 13:14 · Gefällt mir nicht mehr · 4

Daniel Stricker Der Nuhr fordert "Abschaffung der Prostitution"?

Ich bin für ein Alkoholverbot in den USA. Und für ein Essverbot und ein Atmenverbot. Und ein Verbotverbotverbot.

So wird die Welt besser. Versprochen! Vor allem wenn Prostitution statt abgeschafft nur illegalisiert werden kann. Dann haben die Huren erst richtig Spass. Versprochen!
9. November um 13:15 via Handy · Gefällt mir · 1

Daniel Stricker Ehefrauen werden auch nur geleast. Frauen sind unverkäuflich. Wer anderes glaubt, ist schon ein Opfer.
9. November um 13:16 via Handy · Gefällt mir · 1

HS Richtig, Daniel. Das Leasing gibt es aber erst, seit die Scheidung erlaubt ist. Ehefrauen dürfen erst seit 1957 oder 58 ein eigenes Konto haben.
9. November um 13:19 · Gefällt mir nicht mehr · 1

Daniel Stricker Ja, das waren noch Zeiten! ;-)
9. November um 13:20 via Handy · Gefällt mir · 2



HS Biggi, Missstände in der Prostitution sind nicht zu leugnen. Aber sie bestehen in vielen Branchen. Eine Kampagne gegen fremdbestimmte Arbeit und Ausbeutung im Allgemeinen, würde ich gern unterstützen. 

Die Missstände entstehen auch nicht durch Prostitution, sondern durch unseren Mangel an einer erotischen Kultur. Prostitution gilt als unmoralisch, weil wir durch und durch kontaminiert sind von unserer religiösen Kulturgeschichte der Sexualfeindschaft. Die Hure ist der Abschaum, die Jungfrau ist das Ideal. Über Jahrtausende galt Sex als eine schmutzige Notwendigkeit. Die Prostitutionsdebatte ist ein Echo dieser Einstellung. So wurde etwa Prostitution in der christlichen Tradition immer wieder mit der Kanalisation verglichen. Ohne gehe es zwar nicht, aber sie sollte auf ein Minimum beschränkt werden. Genau diese Argumentation erleben wir gerade wieder.
9. November um 13:24 · Gefällt mir nicht mehr · 2

BK ...naja...etwas Hure, etwas Jungfrau...? Die Mischung machts...doch von was werden Männer getrieben? Missstände nicht zu leugnen? Es geht hier um Frauen, um Menschenrechtsverletzungen...egal aus welchem geschichtlichen, religiösen Hintergrund sie hier erscheinen, es gibt keine Branchenvergleichbarkeit, denn eine Frau ist keine Ware. Einen Mangel an erotischer Kultur schafft man sich nur selbst, wenn ich das haben möchte, dann gibt es viele Möglichkeiten, gemeinsam in einer Partnerschaft sich die Wünsche zu erfüllen, egal wie weit man dabei geht. Schauen wir die Kunst an, von Leonardo da Vinci bis über Egon Schiele oder Picasso...überall Erotik. Hier geht es vorallem darum, dass angeblich moderne Männer, vor modernen Frauen einfach Angst haben, nicht bestehen zu können...die Frau kann gut ohne Mann, aber der Mann nicht ohne Frau...ein Dauerkonflikt...
10. November um 01:35 · Gefällt mir

Daniel Stricker 1. Das Stichwort heisst: Consenting Adults und schon ists vorbei mit Deinen "Menschenrechtsverletzungen"
2. Die Moeglichkeiten, von denen du redest, hat vielleicht/offenbar nicht jeder.
3. "Die Frau ist keine Ware", ist eine in Moral ersaufende Worthülse. Ein Callcenter-Mitarbeiter und eine Krankenschwester sind auch keine Ware. Na und?

3. Die "Erotik", von der Du redest, verschafft mir keinen Ständer und schon gar keinen Orgasmus. Das ist nicht Erotik sondern Kunst. (Und ich finde nicht mal Pornos von 1926 geil.) Es ist bestenfalls das, was uns kinderfickende Moraltheologen gerne als "Erotik" maximal zubilligen möchten. Schau das nächste Mal zu, wenn ein Kater eine Katze besteigt. Da ist nix mit Klimt und Schiele.

4. Dh wiederkäust die These des Artikels. Wenn der Mann zur Hure ginge weil er "Angst vor modernen Frauen" haben, wieso gingen sie dann im Mittelalter auch ins Puff? Diese These ist so blöd, dass sie mich nicht nur als Mann sondern auch intellektuell beleidigt. Der Artikel ist eine einzige Anbiederung an die Frau durch einen offenbar verklemmten Mann.

5. Dass der Mann vor der modernen Frau Angst habe etcppblabla, tönt aus Frauenmund jeweils wie ein Triumph. Die dem zugrundeliegende Mentalität ist so unsexy, dass viele Männer lieber single oder mit einer Latina oder einer Asiatin zusammen sind weil diese nicht wie Frauen tönen, die versuchen, sich so selbstherrlich wie "Familienoberhäupter" aus dem Jahr 1952 aufzuführen. Denn "wir Männer" haben keine Angst vor Frauen. "Wir Männer" sind nur angewidert von arroganten Menschen, die meinen, unser völlig normales sexuelles und soziales Verhalten pathologisieren zu müssen. Denn wie Woody Allen so schön sagt: "Sex geht nur die drei an, die ihn praktizieren" und "Sex ist nur schmutzig wenn es richtig gemacht wird.".
10. November um 04:15 via Handy · Bearbeitet · Gefällt mir · 5

SMA Wenn die Prostitution abgeschafft würde, ja, dann würden die Vergewaltigungen zunehmen.
10. November um 08:24 · Gefällt mir nicht mehr · 2

Daniel Stricker Im Iran und in Saudi Arabien ist Prostitution auch verboten. Drakonische Strafen drohen. Deswegen ist sie dort längst nicht "abgeschafft". Man darf sich aber fragen, wie es Prostituierten in diesen Ländern geht (verglichen zu hier).

http://de.wikipedia.org/wiki/Prostitution...

Prostitution – Wikipedia
de.wikipedia.org
Prostitution (von lateinischprostituere „nach vorn/ zur Schau stellen, preisgebe...Mehr anzeigen
10. November um 09:21 via Handy · Bearbeitet · Gefällt mir · 3 · Vorschau entfernen

Maja Strasser Wer behauptet, alle Prostituierten, die nicht Zwangsprostituierte sind, schaffen freiwillig an, macht es sich zu einfach. Viele sind in zerrütteten Familien aufgewachsen, haben keine Ausbildung, psychische Probleme (meines Wissens gibt es keine Studie über den psychischen Zustand zu Beginn der Prostitution, aber im Verlauf hat ein hoher Prozentsatz psychische Probleme, s. Link) und kaum Möglichkeiten, anders Geld zu verdienen (insbesondere wenn sie alleinerziehende Mütter sind). http://www.mediadesk.uzh.ch/.../prostituierte-leiden...
10. November um 10:12 · Gefällt mir nicht mehr · 2

Daniel Stricker Das gilt vermutlich für die Mehrheit der Putzfrauen genauso.
10. November um 10:20 via Handy · Gefällt mir · 1

Maja Strasser Daniel, bleib doch bitte argumentativ beim Thema.
10. November um 10:23 · Gefällt mir

Daniel Stricker Für diese "Fälle" haben wir die diversen sozialen Einrichtungen. Aber offenbar geben sie der Prostitution den Vorzug. Dass Frauen fordern, diese Frauen zu bevormunden und vorzuschreiben, dass sie so kein Geld mehr verdienen dürfen ist nicht nur antifeministisch sondern auch nutzlos. Nein schädlich. Denn wo Prostitution verboten ist, ist sie ja eh nicht abgeschafft sondern eben nur illegal. Das löst kein einziges Problem sondern schafft neue. Vor allem für die Frauen.
10. November um 10:24 via Handy · Gefällt mir · 3

Maja Strasser Ich fordere nichts dergleichen, Daniel. Du legst mir da was in den Mund.
10. November um 10:25 · Gefällt mir nicht mehr · 1

Daniel Stricker Dann hast du aber die laufende Diskussion unterbrochen und eine neue Diskussion eröffnet.

Ich habe Dir gar nichts in den Mund gelegt und werde das auch niemals tun. (Das ist kein Versprechen sondern eine Resignation.)
10. November um 10:31 via Handy · Gefällt mir

Daniel Stricker Ups.. Du hast recht. Das Missverständnis liegt auch darin begründet, dass ich zur Zeit mit den meisten Anweßenden noch einen zweiten Thread zu einem vorgängigen Posting diskutiere, in welchem Alice Schwarzer ein Prostitutionsverbot fordert.

Drum wurde mein Einwurf von Dir zurecht als Unterstellung empfunden. Sorry!
10. November um 10:33 via Handy · Gefällt mir · 1

Maja Strasser Ich habe die Diskussion oben nur insofern gelesen, als mir Deine und Haralds Argumenation aufgefallen ist, von wegen consenting adults und Zwangsprostitution versus freiwillige Prostitution. Und genau da kommt mein Einwand, dass es eben nicht so binär ist, entweder Zwang oder Freiwilligkeit. Und eben, für komplexe Probleme fordere ich keine einfachen Lösungen (bin ja nicht bei der SVP!), deswegen befürworte ich ein Prostitutionsverbot nicht (oder zumindest nicht als einzige Massnahme.)
10. November um 10:35 · Bearbeitet · Gefällt mir

Daniel Stricker "Nicht als einzige Massnahme?" Was müsste dann damit einhergehen? Zwangskastrationen? 
10. November um 10:36 via Handy · Gefällt mir · 1

Daniel Stricker Und, sorry, ich finde es nicht off-topic wenn ich sage, dass kaum ein Arbeitnehmer freiwillig arbeitet. Es machen es alle hauptsächlich wegen dem Geld. Und auch in nicht-sexuellen Arbeitsbereichen gibt es Burnouts, Überforderung, Selbstausbeutung, Mobbing, etc. Okay, Prostitution mag da überdurchschnittlich oft solche Folgen haben. Aber sie verdienen auch besser. Ich weiss von einer sehr durchschnittlich aussehenden Rumänin, dass sie im Monat 15-20k verdient. Schwarz wohlgemerkt. Gut, sie macht es aus einem Zwang heraus. Ihre Familie ist arm. Aber das hindert sie nicht daran, ausschliesslich Markenklamotten zu tragen und privat im Ausgang pro Abend 300 bis 500 Franken auszugeben.

Das mag jetzt Kompensation sein. Aber erstens ist das ihr Problem und zweitens hat sie anders als die alleinerziehende Putzfrau überhaupt die Möglichkeit zu kompensieren.

Dazu wäre interessant zu wissen, ob die Frauen erst on the job depressiv werden oder ob Frauen schon mit dieser Veranlagung den Beruf ergriffen haben. Ich habe jedenfalls gelernt, gerade im Bereich Sex und Ernährung einzelnen Studien gehörig zu misstrauen. Denn in zwei Monaten sagt eine andere Studie jeweils das genaue Gegenteil.
10. November um 10:45 via Handy · Gefällt mir · 2

TS Frauen, die gar nichts können, verdienen durch Prostitution eine ganze Menge. Das lockt schon an, das darf man bei der ganzen Diskussion nicht vergessen. Das lockt auch die Zuhälter an.
Und viele Jobs brennen aus und strapazieren die Leute. Das ist hier natürlich ganz extrem gegeben, daher der hohe Anteil an Alkohol- und Drogensucht.
Und "Studien", vor allem zur Untermauerung politischer Entscheidungen in den Mainstreammedien veröffentlicht, gehören für mich ins Reich der Sagen und Lügen.
10. November um 10:52 via Handy · Gefällt mir nicht mehr · 1

HS Es würde sich lohnen, bei dem Thema (ach was, bei allen Themen) etwas analytischer vorzugehen. Zu Deinem Link, Maja: Da steht: 

"Vor allem Prostituierte aus aussereuropäischen Ländern, die in Studios oder Bars anschaffen und im Milieu Gewalt ausgesetzt sind, leiden fast ausnahmslos an psychischen Störungen."

Ich zähle hier vier Variablen: 1. Prostituierte, 2. nicht europäischer Herkunft, 3. arbeiten in Studios oder Bars, 4. Opfer von Gewalt. 
Was vermuten wir als erste und vornehmliche Ursache für die psychischen Störungen? Welche Variable würden wir als erste mal isolieren, um sie als Ursache auszuschließen?
10. November um 11:28 · Gefällt mir nicht mehr · 2

HS Biggi: 
"Einen Mangel an erotischer Kultur schafft man sich nur selbst, wenn ich das haben möchte, dann gibt es viele Möglichkeiten, gemeinsam in einer Partnerschaft sich die Wünsche zu erfüllen, egal wie weit man dabei geht. Schauen wir die Kunst an, von Leonardo da Vinci bis über Egon Schiele oder Picasso...überall Erotik."

Da habe ich mich wahrscheinlich sehr unklar ausgedrückt. Eine Kultur schafft man sich per definitionem nicht selbst. Sie ist das Wasser, in dem der Fisch Individuum schwimmt. Das Individuelle ist von der Kultur massiv beeinflusst. 
Die Tatsache, dass Pornographie ein Thema für den Jugendschutz ist (weil wir glauben, Kinder vor der Darstellung von Sex schützen zu müssen), dass sie überhaupt eine eigene Kategorie ist, dass Pornoschauspieler eine eigene Art von Schauspieler sind (die in den seltensten Fällen in andere Genres wechseln können), dass eine wirklich großartige Sendung wie Make Love erst nach 22 Uhr laufen darf (dass sogar alle Themen, die Geschlechtsteile zeigen, auf der Internetseite erst nach 22 Uhr zugänglich sind), dass wir Verordnungen über die Winkel dargestellter Erektionen haben, und: dass sexuelle Dienstleistungen in unserer Dienstleistungswirtschaft immer noch nicht selbstverständlich sind, all das sind Belege für meine These, dass wir keine erotische Kultur haben.
11. November um 19:24 · Bearbeitet · Gefällt mir nicht mehr · 4

HS Außerdem: Sex ist auch ganz ohne Prostitution ein Markt. Die Währung sind dabei allerlei Anzeichen für genetische Fitness, Reichtum (bei Männern) und Jugend (bei Frauen). Dabei wird überall getäuscht und getrickst. Liftings, falsche Brüste, aufgespritzte Lippen, der vom reichen Freund geliehene Porsche, die falsche Altersangabe auf Dating-Sites. (Das sind übrigens wirklich moralisch relevante Phänomene.) Wenn wir Geld als Währung nicht akzeptieren, dann akzeptieren wir ungerührt, dass Menschen wegen ihrer mangelnden (subjektiven oder objektiven) Attraktivität, wegen einer Behinderung oder aus anderen vielfältigen Gründen keinen Sex haben können.
10. November um 12:32 · Gefällt mir nicht mehr · 1

SL Wir haben sogar eine negative Belegung der Erotik, die sich nicht nur auf sexy Kleidung, Küsse und Worte beschränkt, wesentlich negativer noch als Gewalt einschließlich Mord. Es gibt im Fernsehen z. B. vor 22 h Kämpfe (Boxen, K1, Catchen usw.), Krimis, Western und Action-Filme, in denen reihenweise Menschen getötet werden, der Geschlechtsverkehr ist jedoch ein großes Tabou.
10. November um 12:45 · Gefällt mir nicht mehr · 3

HS Genau, das alles ist hochgradig krank. "Make Love" macht es besonders deutlich. Die Sendung setzt sich sehr wohltuend ab von anderen Sex-Dokus im Fernsehen, die sich immer nur um skandalträchtige Randthemen wie eben Prostitution, SadoMaso oder Swinger-Clubs drehen. Das Thema von "Make Love" ist aber der normale, alltägliche Sex und die Ahnungslosigkeit der breiten Bevölkerung. Die Sendung ist insofern ein sehr guter Anfang für eine echte erotische Kultur. Natürlich ist das vor allem für Jugendliche interessant. Die müssen aber vor allen Informationen in Bezug auf guten Sex geschützt werden. Was natürlich eine Farce ist: Pornoseiten sind rund um die Uhr offen zugänglich. Und in den meisten Pornos kommt kein normaler Sex vor.
10. November um 13:00 · Gefällt mir nicht mehr · 3

Maja Strasser Ach, Dani. Seufz. Die sozioökonomische Benachteiligung der Frauen aufheben (Frauen verdienen in der CH rund 20% weniger als Männer, und wählen viel häufiger Tieflohn-Berufe mit schlechten Aufstiegschancen, und selbst in Berufen, wo Frauen überwiegen (z. B. Pflege) bewerben sich um Kaderpositionen viel mehr Männer), hier und in anderen Ländern. Benachteiligung von Volksgruppen, z. B. Roma, beheben (viele Frauen auf dem Strassenstrich in Mitteleuropa sind Roma). Kinder, welche zuhause misshandelt werden, früher erkennen und besser schützen. Männer informieren, dass sie als Freier die sozioökonomische Notlage von Frauen ausnützen. Usw.
10. November um 13:25 · Gefällt mir · 1

Daniel Stricker Hä? Sorry, Maja Strasser, aber ich glaube Du argumentierst nicht stringent. Diese von Dir aufgeführten Schritte sollen das Verbot der Prostitution begleiten?? Müsste man diese Themen nicht vielmehr sowieso angehen - unabhängig vom Thema Prostitution? Und vor allem: wenn diese von Dir verlangten Punkte erfüllt wären, mit welchem Argument möchtest Du dann die Prostitution noch illegalisieren?
11. November um 06:07 via Handy · Bearbeitet · Gefällt mir · 1

Maja Strasser Ich habe gesagt, dass ich nicht für ein Verbot bin, oder nur ev., als eine von vielen Massnahmen. Und ja, natürlich muss man diese Themen auch unabhängig von der Prostitution angehen. Das ist so bei sozialen Problemen, dass sie multifaktoriell angegangen werden müssen und dass damit viele negative Folgen beeinflusst werden. Erstaunt mich, dass Dir das noch nie aufgefallen ist. Wählst Du SVP?
11. November um 07:56 · Bearbeitet · Gefällt mir

Daniel Stricker Ad hominem? Echt jetzt? Da hab ich Dich wohl im Kern getroffen. Ich habe immer noch nicht verstanden mit welchem Argument Du ein Prostitutionsverbot "eventuell" begründen würdest. Denn wenn Deine obgenannten Punkte, die das Verbot begleiten müssten, umgesetzt wären, gäbs ja keine unfreiwillige Prostitution mehr, folglich fiele Dein Bisher einziges Argument für ein Verbot dahin. Oder hab ich was nicht verstanden?

Ausserdem: Es ist ein fundamentaler Eingriff in die Freiheitsrechte (von Männern UND Frauen), grenzt aus und macht die Situation nur noch unkontrollierbarer. Denn es hat noch nie funktioniert (siehe Iran, Saudi Arabien, etc.)

Ich bin darum so hartnäckig weil ich wirklich verstehen will, wie man (überhaupt unter irgendwelchen Umständen) die Prostitution mit tragfähigen Argumenten jenseits von Ideologie verbieten will. Bis jetzt hast du das noch nicht ansatzweise erklärt sondern bloss für eine sozialere und gerechtere Schweiz plädiert.
11. November um 09:04 via Handy · Bearbeitet · Gefällt mir · 1

SV Unter Ideologie zählst Du natürlich auch die religiösen. Bin mit Deiner Argumentation voll einverstanden 
11. November um 11:11 · Gefällt mir nicht mehr · 1

Maja Strasser Nein, nicht ad hominem, ABER: ich erkläre weiter oben die URSACHEN, wieso Prostitution eben meist NICHT FREIWILLIG ist, nämlich wieso solche Frauen in einer Notlage sind, und erkläre dann, wie man die URSACHEN BEHEBT (anstatt reine Symptombekämpfung zu betreiben, wie es ein Prostitutionsverbot wäre, welches ausserdem, wie Du richtig feststellt, die Lage der Frauen eher verschlechtern würde) und Du wirfst mir "nicht-stringente Argumentation" vor. 
Ich glaube, Du hast einfach zu viele Diskussionen gleichzeitig laufen, Dani. Lies doch bitte nochmals alle meine Kommentare zu diesem Thema am Stück durch, dann macht alles Sinn. So hat eine Diskussion echt keinen Sinn, ich mag nicht länger meine Zeit verschwenden.
11. November um 13:37 · Bearbeitet · Gefällt mir

Daniel Stricker Hab ich gemacht. Du sagst, dass Du "ev." für ein Verbot bist, erläuterst aber nirgends, welche Voraussetzungen gegeben sein müssten damit Du ein "eventuelles" Verbot tatsächlich unterstützen würdest. Mein Verdacht: Du willst lieber meine Zeit verschwenden statt zurückzurudern. Denn es gibt schlicht kein einziges rationales Argument, die Prostitution zu verbieten - ganz gleich welche Massnahmen dieses Verbot begleiten würden. Sorry, Maja, ich anerkenne, dass Du gebildeter - und mindestens so intelligent  - bist wie ich aber hier hab ich recht, respektive hast du nichts gesagt, was mich im Ansatz widerlegt. Aber lassen wirs gut sein. Ich will ja nicht Deine Zeit verschwenden. Und meine ehrlich gesagt auch nicht. 
11. November um 15:56 via Handy · Gefällt mir

Maja Strasser Nein, zuerst alle anderen Probleme lösen, Prostitutionsverbot hat bei mir keine Priorität. Ich habe Dich sehr wohl im Ansatz widerlegt, nämlich dass Prostitution auch bei Frauen, welche nicht Zwangsprostituierte sind, nicht freiwillig ist, sondern aus sozioökonomischer Not. Ich verabschiede mich aus dieser Diskussion, die mir inhaltlich und betr. Tonfall nicht passt. Hoffentlich ein anderes Mal wieder unter besseren Voraussetzungen, Daniel.
11. November um 16:43 · Gefällt mir

Daniel Stricker Ich denke: vor allem bei einem anderen Thema.

Und weil ich gerne das letzte Wort habe: du hast mich meiner Ansicht nach überhaupt nicht wiederlegt und auf meine Frage, die ich dreimal (!) gestellt habe, bist du nicht eingegangen.

Auf ein baldiges, hoffentlich. 
11. November um 17:24 via Handy · Gefällt mir

TL also ehrlich maja, andere frauen gehen bei sozioökonomischer Not putzen etc. ,wenn sich eine frau-insofern es sich nicht um zwangsprostitution handelt- für prostitution entscheidet, ist es in so fern freiwillig, da andere arbeitsfelder auch noch möglich wären....nur da verdienen sie weit weniger und das wollen sie nicht...also ist es eine freie entscheidung
11. November um 17:41 · Gefällt mir nicht mehr · 1

TL aber wahrscheinlich gelten unsere meinungen in diesem fall ja schon deshalb nicht, da wir ja männer und somit ja die sind, welche die frauen als mittel zum zweck missbrauchen wollen...
11. November um 17:45 · Gefällt mir

Daniel Stricker Das mit der Freiwilligkeit seh ich genauso. Auch keine Putzfrau putzt freiwillig. In der Schweiz muss niemand hungern und frieren oder an heilbaren Krankheiten sterben und hat Anspruch auf ein menschenwürdiges Leben (notfalls Sozialhilfe). Auch wenn er nicht pitzt oder berufsvögelt. DAS ist meiner Meinung nach der beste Schutz gegen die Ausbeutung am Arbeitsplatz. Egal was für ein Arbeitsplatz das ist.
11. November um 17:47 via Handy · Bearbeitet · Gefällt mir · 1
TL in D auch nicht
11. November um 17:46 · Gefällt mir

TL im übrigen bin ich selbst alleinerziehend, wenn maja recht hätte müsste ich jetzt wohl auch callboy werden...
11. November um 17:47 · Gefällt mir





Daniel Stricker Maja ist aus dem Spiel, drum finde ich, dass wir nicht über Abwesende reden sollten. Aber vielleicht können sich die verbliebenen Debattierer darauf einigen, dass Die Zeit wenigstens ein schönes Symbolbild gewählt hat. 
11. November um 17:51 via Handy · Gefällt mir · 1

Daniel Stricker hat sich an dieser Stelle verabschiedet um einen verdammt guten Film zu gucken. Als er danach wieder online ging, hatte er folgende Nachricht von Maja Strasser in der Inbox:
Maja Strasser
11.11.2013 19:51
Maja Strasser

Hoi, Dani. Ich mag mir diesen Mist nicht mehr antun. Die Diskussion über Prostitution fand ich inhaltlich und im Umgangston daneben, und dass Deine Kollegen mich jetzt auch noch blöd anmachen, brauche ich gar nicht. Schade, ich mochte Dich bis anhin gut, aber ich habe mich offenbar getäuscht. Tschüss. M

Darauf hat Daniel Stricker sofort geantwortet (per iPhone):
Daniel Stricker
11.11.2013 20:33
Daniel Stricker

meine "kollegen" kenne ich bloss aus facebook. ich habe mich aus der diskussion ja auch ausgeklinkt. (ich hab sie bis jetzt gar noch nicht mal gelesen.) und wenn du den thread durchliest, wirst du feststellen, dass ich dich kein einziges mal persoenlich attackiert habe sondern lediglich hartnaeckig in der sache (sprich dem "ev.") diskutiert habe. du hingegen hast mir svp-naehe unterstellt obwohl du seit hansruedi rutz wissen kannst, dass das fuer mich beleidigend ist - und das sollte es wohl auch sein. darueber hinaus hast du mir unterstellt, ich Dummbatz wuesste nicht, dass manche probleme multifaktoriell sein koennen und das dann noch mit einem in meinen ohren recht von oben herab klingenden "Seufz" begleitet.
ich wuerde mich aufrichtig entschuldigen wenn ich wuesste, wofuer. fuer eine handvoll FB friends, von denen ich mit keinem je gechattet habe geschweige denn persoenlich kenne? fuer meinen "tonfall"? sorry, ich verstehe das echt nicht. lies doch die comments nochmals durch und frag dich, ob du selber nicht zumindest deinen teil beigetragen hast. 
und wenn du dich dazu nicht durchringen kannst und eine wie ich finde sehr nette bekanntschaft einfach so wegwirfst, habe ich mich offenbar auch in dir getaeuscht.


Danach hat sich Daniel Stricker daran gemacht, den Rest des Threads zu lesen, der Dr. Maja Strasser offenbar veranlasst hat, ihre persönliche Nachricht zu schicken.

Hier ist der Rest des Threads:



TL ich ging davon aus dass sie auch wenn sie nicht mehr kommentiert, sie die kommentare ansieht...ich mache das zumindest meist so
11. November um 17:59 · Gefällt mir


SL lol, Entschuldigung, wenn ich mich einmische, aber ich und wahrscheinlich 70 % der Menschen in Mitteleuropa müssen aus sozioökonomischer Not arbeiten. Und bei der Pathogenität der Arbeitsbedingungen liegt die Prostitution m. E. im Mittelfeld. Viele Lehrer, Pflegepersonal im Op. und in Pflegeheimen, Anästhesisten, Angestellte bei Fast-Food-Ketten und selbst bei der Caritas sind da mehr stressbelastet und von burnout bzw. reaktiven Depressionen bedroht. Übrigens würde ich die Behauptung aufstellen, dass viele Prostituierte eine psychotherapeutische Funktion haben und in dieser Funktion sehr nützlich für die Volksgesundheit sind. Viele Kunden haben Komplexe, Frustrationen, Bindungsängste, Mangel an Anerkennung, Zärtlichkeit, keinen akzeptablen Partner, psychische oder körperliche Mängel und werden durch eine verständnisvolle, liebe Frau wieder aufgerichtet. Die Behauptung "Der Mann bezahlt in Wirklichkeit nicht für den Sex, sondern für die Abwesenheit der Frau als Person," ist verkehrt, das Gegenteil ist der Fall. Der Mann kauft sich Sex mit einer 100 % igen Frau, mit der er keine Konflikte hat, die ihn akzeptiert, aufbaut, in einer unkomplizierten Beziehung körperlich und psychisch entspannt. Die ihn nicht mit Migräne, Demütigungen und übertriebenen Ansprüchen beherrscht und manipuliert. Die nicht mit erhobenem Zeigefinger in der Tradition der Mütter ein schlechtes Gewissen kreiert und sexuelle Lust ausdörrt.
11. November um 18:00 · Gefällt mir · 3

Maja Strasser Bevor ihr Euch noch weiter blamiert: Überlegt Euch doch mal, was für fabelhafte Chancen auf dem Arbeitsmarkt z. B. eine analphabetische alleinerziehende Roma-Frau in einer Slum-artigen Siedlung in Ungarn hat. Oder eine heroinsüchtige Schweizerin, welche die Stifti abgebrochen hat und vorbestraft ist wegen Drogendelikten.
11. November um 18:58 · Gefällt mir

SL Wenn es einige total durchgerostete Autos ohne Bremsen auf unseren Straßen gibt, muß man dann das Autofahren verbieten?
11. November um 19:09 · Gefällt mir

Maja Strasser Wer ist denn hier für ein Verbot der Prostitution, verdammt nochmals? Hat's im Freundeskreis von Dani nur Dummköpfe?
11. November um 19:11 · Gefällt mir · 1

TL Maja Strasser eben diese verallgemeinerungen lassen deine kommentare in solch schlechtem licht erscheinen....daniel hat 675 fb-freunde...einer davon schreibt etwas und du fragst ob es in seinem freundeskreis nur dummköpfe gibt... du disqualifizierst dich selbst.
11. November um 19:47 · Gefällt mir · 1

HS Lesenswertes Interview: http://www.lto.de/.../prostitutionsgesetz-reform-gewerbe.../

Prostitution und Recht
www.lto.de
Im LTO-Interview spricht Dr. Gräfin von Galen über die Reform des Prostitutionsgesetzes und warum Alice Schwarzers Haltung letztlich frauenfeindlich ist.
11. November um 22:19 · Gefällt mir · Vorschau entfernen

Danach hat Daniel Stricker an Dr. Maja Strasser diese persönliche Nachricht geschickt:
Daniel Stricker
11.11.2013 21:04
Daniel Stricker

so, habs jetzt gelesen. gelesen, dass alle im thread "sich blamieren" und "dummkoepfe" seien. (was mich quasi zum Zentralgestirn in der Deppengalaxis macht) danach eine sachlich vorgetragene kritik dass Verallgemeinerungen den Sender in einem schlechten Licht stehen lassen und du fuehlst dich deswegen "bloed angemacht" und verabschiedest dich von MIR, der mit der Folgediskussion ueberhaupt nichts zu tun hat? sorry, aber austeilen kannst du zumindest heute besser als einstecken. vielleicht liest du das alles in ein paar Tagen nochmals durch. und wenn du andrer meinung bist, ist das okay. aber dann koenntest du dagegen argumentieren statt einfach beleidigt mich und alle anderen in die Tonne zu schmeissen.
(und, ja, der Autovergleich war mehr als ziemlich struub.)


Als Daniel Stricker etwas später auf Facebook ging, hat er festgestellt, dass Dr. Maja Strasser ihn entfreundet hat. Trotz Sushi. Und trotz seines verdammt charmanten Wesens.

Daniel Stricker hat das so getroffen, dass er sich gerne an eine Nervenärztin gewandt hätte. Doch er wollte Dr. Maja Strasser nicht mit menschlichen Sorgen belästigen.

Inwischen geht es Daniel Stricker aber wieder blendend. Er bloggt auch wieder.